Das Problem: Forecast-Qualität

In einem Mandat bei einem Elektronik-EMS-Dienstleister (mehrere Tausend Mitarbeiter, internationale Standorte) war die Ausgangssituation typisch: Gesamtauftragsdurchlaufzeit 3–10 Wochen, Auftragsvorlaufzeit beim Kunden unter 10 Tage. Das Ergebnis: Ohne guten Kunden-Forecast ist die Supply Chain strukturell nicht steuerbar.

Forecast-Abweichungen von 25–36% waren die Norm. Die Ursache lag nicht beim Lieferanten – sondern beim fehlenden S&OP auf Kundenseite. Einkauf, Produktion und Vertrieb des Kunden stimmten sich nicht ab.

Die Lösung: Aktive Kundenintegration

Statt passiv auf Abrufe zu warten, haben wir 28 Kundengespräche geführt – mit einem strukturierten 10-Punkte-Plan:

Ergebnis: Über 95% der Kunden erkannten den Mehrwert. In fast allen Gesprächen wurden konkrete Maßnahmen vereinbart und Folgetermine gebucht.

Von der Einzelbestellung zum Vendor Managed Inventory

Die logistische Anbindung lässt sich in 6 Stufen denken: von der Einzelbestellung ohne Information (Stufe 0) bis zum Kundenkonsignationslager mit Bedarfsprognose und Bestandsdaten (Stufe 5). Die meisten Unternehmen stecken auf Stufe 1 oder 2 fest.

Ziel in diesem Mandat: Möglichst viele Kunden auf Stufe 3–4 zu bringen. Lieferplan mit Frozen Zone, Bedarfsprognose und Bestandsdaten. Das schafft Planbarkeit auf beiden Seiten – und reduziert Unruhekosten massiv.

„Der Kunde ist kein Störfaktor in der Supply Chain – er ist deren wichtigste Informationsquelle. Wer das versteht, hört auf zu reagieren und beginnt zu steuern."

— Michael von Plettenberg
28
Kundengespräche
in einem Mandat
>95%
positive
Kundenreaktionen
26 Wochen
Forecast-Horizont
Zielwert
10
Punkte-Plan
Kundengespräch
M
Zum Autor
Michael von PlettenbergDipl.-Ing. · Dipl.-Wirtschaftsing. · M.Sc.
25+ Jahre internationale Führungserfahrung als CEO, COO und Site Manager. Spezialist für operative Transformation, SCM und Prozessexzellenz.