Was ein KPI-Cockpit wirklich leistet
Ein KPI-Cockpit ist mehr als ein Dashboard. Es ist die Grundlage für Entscheidungen – im Lenkungsausschuss, im S&OP-Meeting, im Tagesgespräch mit dem Fertigungsleiter. Wer ohne Kennzahlen führt, führt blind.
In meinen Mandaten baue ich immer zuerst das Messsystem. Nicht weil ich Zahlen liebe – sondern weil ohne Messung keine Verbesserung möglich ist. Was nicht gemessen wird, wird nicht verändert.
Die 5 Kern-KPIs in Operations & SCM
OTD – On-Time Delivery: Lieferperformance in Prozent. Zielwert: >98%. Wird wöchentlich gegen Kundenwunschtermin gemessen. Frühindikator für Kundenunzufriedenheit.
WBZ – Wiederbeschaffungszeit: Ziel: 80% des Einkaufsvolumens mit WBZ ≤12 Tage. Direkte Auswirkung auf Reaktionsfähigkeit und Lagerbestand.
Forecast-Qualität (FQ): Abweichung zwischen geplanter und tatsächlicher Nachfrage. Zentrale Messgröße für die S&OP-Disziplin. Wird auf Wochenbasis gegen Ist-Warenausgang gemessen.
Bestandsentwicklung: NOO-Material, Ladenhüter (>90 Tage), Reichweiten. Direkter Liquiditätshebel – jeder Euro Überbestand ist gebundenes Kapital.
FC-Umsatzanbindung: Anteil des geplanten Umsatzvolumens. Zielwert: 100%. Zeigt, ob die Planung das Geschäft vollständig abbildet.
Automatisierung: Der Report kommt zum Menschen
Ein KPI-Cockpit funktioniert nur, wenn es automatisiert wird. Manuell gepflegte Excel-Sheets sind Zeitverschwendung – und fehleranfällig. In einem Mandat haben wir den Management-Report vollständig automatisiert: Täglicher PDF-Export aus dem ERP-System, visualisiert und als Rohdaten für weitergehende Analysen.
Das Ergebnis: Der Lenkungsausschuss erhielt wöchentlich ein einheitliches Zahlenbild. Keine Diskussionen mehr über Datenbasis. Nur noch Entscheidungen.
„Kennzahlen sind keine Kontrolle. Sie sind Orientierung. Wer seinen Leuten gute Zahlen gibt, gibt ihnen die Möglichkeit, selbst zu steuern."
— Michael von Plettenbergim Cockpit
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